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CMMI (Capability Maturity Model Integration) ist ein Reifegradmodell für Entwicklungs-Prozesse im Bereich System- und Software-Engineering. Das Modell wurde mit empirischer Feldforschung zum Auffinden von Best-Practices an der Carnegie Mellon Universität entwickelt und wird seit Jahren erfolgreich in der Industrie angewendet.

Das Modell ist in verschiedene Prozess-Gebiete unterteilt. Die Praxis wird auf diese Prozess-Gebiete hin analysiert und deren Zielerfüllung bewertet. Die einzelnen Bewertungen werden nach der Stufen-Darstellung, oder der kontinuerlichen Darstellung verdichtet, um eine Gesamt-Aussage über die Güte des Gesamt-Prozesses zu erhalten. Insgesamt gibt es 25 Prozess-Gebiete und 5 Reifestufen.

Beispiele für CMMI-Prozess-Gebiete:
  • PMC = Projektverfolgung- und steuerung
  • SAM = Management von Lieferantenvereinbarungen
  • PPQA = Qualitätssicherung von Projekten und Prozessen
  • RSKM = Risiko-Management
  • REQM = Anforderungs-Management
  • KM = Konfigurations-Management

Das Modell erfüllt verschiedene Zwecke: zum einen kann die Prozessgüte festgestellt werden, weiterhin können damit Ziele für die Prozess-Verbesserung formuliert werden. Das vielleicht wichtigste Ziel ist jedoch, dass das Vertrauen der Kunden, der Lieferanten und Kollegen in die eigene Vorgehensweise und Leistung durch eine neutrale Begutachtung bestätigt wird.

Wie die tatsächliche Leistung bei Ihnen erbracht wird, schreibt CMMI nicht vor. Es wird nur bewertet, ob bestimmte erfolgversprechende Praktiken angewendet werden, ob sie ihren Zweck erfüllen und ob sie institutionalisiert (d.h. reproduzierbar) sind. Wie Sie also ihre Prozesse gestalten, bleibt auch mit CMMI weiterhin Ihre freie Entscheidung.


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